
#menschlichkeitwaehlen
Aktionswochen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt zur Sichtbarkeit sozialer Arbeit

Sommer 2026 in Sachsen-Anhalt. Wird die Landtagswahl am 6. September eine Schicksalswahl? „Menschlichkeit wählen“ ist für die gemeinnützigen Sozialverbände im Land das Leitmotiv und eine Aufforderung an Wählerinnen und Wähler, an Kandidatinnen und Kandidaten.
Im Zusammenschluss der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt geht es um Empfehlungen, Erwartungen und Positionen für einen menschlichen und sozialen Zusammenhalt: konkret, praxiserprobt und einladend zum Mitgestalten.
Im Mittelpunkt stehen Menschen, Einrichtungen und Angebote, die jeden Tag für sozialen Zusammenhalt, Pflege, Unterstützung und Teilhabe in Sachsen-Anhalt sorgen.
Die Aktionswochen finden in der Zeit vom 20. Juli bis 30. August statt und widmen sich jeweils einem zentralen Arbeitsfeld der Freien Wohlfahrtspflege:
Migration, Altenhilfe und Pflege, Teilhabe und Inklusion, Kinder- und Jugendhilfe, Freiwilligendienste und Beratungsdienste und Gesellschaftlicher Zusammenhalt - tragende Säulen unserer Gesellschaft.
Hinter jedem Angebot stehen engagierte Fachkräfte, Ehrenamtliche und Betroffene, die mit ihrem Einsatz täglich dazu beitragen, dass Menschen Unterstützung, Perspektiven und Gemeinschaft erfahren.
Unter „#menschlichkeitwaehlen“ werden jede Woche Einrichtungen, Projekte sowie die Menschen vorgestellt, die in diesen Bereichen Verantwortung übernehmen und soziale Unterstützung ermöglichen – in Texten, in sechs Podcast-Beiträgen und in zahlreichen Postings in unseren Social-Media-Kanälen.
Wir machen die Vielfalt und Bedeutung der sozialen Infrastruktur sichtbar und geben denen eine Stimme, die häufig im Hintergrund wirken.
Ein eindrucksvolles Beispiel zeigt unter https://t1p.de/8rk6k wie die Jüdin Maria Schubert auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt blickt, von ihren Sorgen und dem festen Entschluss, in Magdeburg zu bleiben.
Finale Woche: Begegnung schafft Zusammenhalt

THEMEN vom 20.07. bis zum 30.08.2026
- Migration
- Altenhilfe & Pflege
- Teilhabe & Inklusion
- Kinder- & Jugendhilfe
- Freiwilligendienste & Beratungsdienste
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt
Der gesellschaftliche Zusammenhalt steht auf wackeligen Füßen. Was gibt uns in diesen Zeiten noch Halt? Wie ergeht es Menschen jüdischen Glaubens in Sachsen-Anhalt? Gerade vor dem Hintergrund der großen Politik? In Woche sechs der Aktionswochen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt zur Sichtbarkeit sozialer Arbeit geht es um die Frage, wie wir als Menschen zusammenfinden und zusammenbleiben.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen einander begegnen. Gerade beim Thema Antisemitismus ist Begegnung wichtiger denn je.
Im Podcast mit Moderator Frieder Weigmann (Diakonie) sprechen Landesrabbiner Daniel Fabian und Sophie Röppnack (LIGA Sachsen-Anhalt) über Spaltungstendenzen in den Religionen, die sich gerade seit dem Krieg in Gaza verstärkt haben. Und warum es gerade jetzt wichtig ist, für Teilhabe und sozialen Zusammenhalt einzustehen.
Die Pressemitteilungen und Social-Media-Beiträge zeigen, was die LIGA fordert und wofür die Freie Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt steht.
In einem Hintergrundbericht erzählt Maria „Mascha“ Schubert zudem, wie sie als Jüdin in Magdeburg gesellschaftliche Verschiebungen und öffentliche Debatten wahrnimmt. Und warum sie trotzdem an das Gute im Menschen glaubt.
PODCAST
SECHS Wochen - SECHS Themen:
Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege macht landesweit unter dem Motto „Menschlichkeit wählen“ auf die Bedeutung und den Stellenwert sozialer Arbeit aufmerksam. Im sechsteiligen Podcast kommen Gäste aus den Bereichen
- Migration (20.07.2026)
- Altenhilfe & Pflege (27.07.2026)
- Teilhabe & Inklusion (03.08.2026)
- Kinder- & Jugendhilfe (10.08.2026)
- Freiwilligendienste & Beratungsdienste (17.08.2026)
- Gesellschaftlicher Zusammenhalt (24.08.2026)
ins Gespräch.
Alle Folgen sind ab dem jeweiligen Datum auch bei Apple-Podcast und Spotify zu finden.
Woche 1 : Migration als Chance verstehen
Knapp acht Prozent der Menschen, die in Sachsen-Anhalt leben, besitzen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit, sind also Ausländer, bei 11,2 Prozent der Gesamtbevölkerung gibt es einen Migrationshintergrund. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 14,9 Prozent Ausländern, 30 Prozent der Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund.
Für die Caritas im Bistum Magdeburg ist das Themenfeld Migration und Integration zentral. Dafür stehen zahlreiche Einrichtungen und Beratungsangebote.
Im Podcast Migration als Chance verstehen sprechen Monika Schwenke (Leiterin der Abteilung Soziale Arbeit), Katja Lukanow-Arndt (Lernwerkstatt auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt) und Florian Roch (Koordinator Fachkräfteeinwanderung) mit Frieder Weigmann (Diakonie) über Bedeutung der „Sprachkompetenz im Ankunftsland“, über die Vielfalt ihrer jeweiligen Zielgruppen, von den in Sachsen-Anhalt gut funktionierenden Netzwerken und Akteursstrukturen sowie von der Hoffnung, dass „das gesellschaftliche Klima wieder in Balance kommt“.
Woche 2 : Altenhilfe & Pflege neu denken
Bis 2040 wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Sachsen-Anhalt voraussichtlich auf 220.000 steigen – das entspricht 12 Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig steigen die Eigenanteile. Sie liegen in Sachsen-Anhalt mittlerweile bei rund 2.700 Euro, Tendenz steigend.
Welche Zukunft hat die Pflege? Wie kann ein Altern in Würde möglich gemacht werden? In Woche zwei der Aktionswochen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt zur Sichtbarkeit sozialer Arbeit geht es um die herausfordernde Situation rund um das Thema Altenhilfe und Pflege. Pflege lohnt sich immer, aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen.
Im Podcast mit Moderator Frieder Weigmann (Diakonie) sprechen Dr. Liane Czerwinski (Fachbereichsleitung Pflege und Senioren beim AWO-Kreisverband Wittenberg) und Marcel Kabel (Referent für Altenhilfe und Pflege beim Paritätischen Landesverband) über die zahlreichen Aufgaben rund um das Thema Altenhilfe und Pflege. Pressemitteilung und Social-Media-Beiträge zeigen, was die LIGA fordert und wofür die Freie Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt steht.
Woche 3 : Inklusion ist Pflicht, keine Option
Menschen mit Beeinträchtigungen haben ein gesetzlich verbrieftes Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, auf gleichberechtigte Teilhabe und gesellschaftliche Anerkennung. Inklusion und Teilhabe für Menschen mit Beeinträchtigung heißt: den Einzelnen im Blick zu haben durch individuelle Bedarfserhebung, unbürokratische Bewilligung und die auskömmliche Finanzierung der nötigen Unterstützung.
Inklusion ist kein Randthema und kein Wunschdenken. Zur Landtagswahl 2026 fordert die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt ein klares Signal aller Parteien für ein Land, das Vielfalt als Stärke begreift, Menschen mit Beeinträchtigungen als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger anerkennt und Inklusion nicht als Option, sondern als Verpflichtung gestaltet.
Ideen und Forderungen für mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen gibt es auf der Homepage der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt und im Podcast, in dem Melanie und Christoph Ney, Ramon Schönfeld und René Strutzberg mit Frieder Weigmann im Gespräch sind und der sie auch in der Evangelischen Stiftung Neinstedt (Sachsen-Anhalt) besucht hat, um ihr Umfeld kennenzulernen und mit ihnen über ihre Wünsche, Befürchtungen und Ideen zu sprechen. Hier ist ihre Geschichte >>>
Woche 4 : In die Zukunft investieren
Welche Zukunft haben Kinder in Sachsen-Anhalt? Wie können nachwachsenden Generationen gleiche Chancen und bestmögliche Entwicklung geboten werden? In Woche vier der Aktionswochen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt zur Sichtbarkeit sozialer Arbeit geht es um Perspektiven für Kinder und Jugendliche in unserem Bundesland.
Investitionen in junge Menschen sind Investitionen in die Zukunft. Dazu braucht es aber gute Rahmenbedingungen. Frühkindliche Bildung, eine Anhebung des Personalschlüssels oder Kita-Sozialarbeit sind nur einige von vielen Forderungen der LIGA.
Im Podcast mit Moderator Frieder Weigmann (Diakonie) sprechen Antje Ludwig (Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Sachsen-Anhalt) und Kai-Gerrit Bädje (Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands Harz) über die komplexen Herausforderungen beim Thema „Kinder- und Jugendhilfe“. Pressemitteilung, Hintergrundbericht und Social-Media-Beiträge zeigen, was die LIGA fordert und wofür die Freie Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt steht.
Ein Beispiel, wie erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit funktionieren kann, zeigt sich am Projekt "Tour für Vielfalt", wenn Kinder und Jugendliche mit oder ohne Beeinträchtigung auf die Profihandballer des SCM treffen >>>
Woche 5 : Engagement für Sachsen-Anhalt
Freiwilligendienste sind ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Sachsen-Anhalt. Jährlich ermöglichen sie rund 2.500 jungen Menschen, sich freiwillig in sozialen, kulturellen, ökologischen und pflegerischen Bereichen zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Erfahrungen für ihren persönlichen und beruflichen Weg zu sammeln.
Die aktuelle Debatte über eine mögliche Wiedereinführung des Wehrdienstes bzw. des Zivildienstes macht deutlich, welchen Stellenwert freiwilliges Engagement für das soziale Miteinander hat. Für die Wohlfahrtsverbände der LIGA steht fest: Wer über neue Dienstmodelle diskutiert, muss zugleich die bestehenden Freiwilligendienste nachhaltig stärken.
Die Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst in Sachsen-Anhalt basieren auf bewährten Strukturen und werden maßgeblich von zivilgesellschaftlichen Trägern getragen. Diese übernehmen nicht nur die Organisation der Einsätze, sondern sichern durch ihre pädagogische Begleitung und Bildungsarbeit die Qualität der Dienste. Das bewährte Trägerprinzip – also die Verantwortung qualifizierter gemeinnütziger Träger für Durchführung, Begleitung und Bildung – muss aus Sicht der LIGA Verbände unbedingt erhalten und weiterentwickelt werden.
Im Podcast spricht Frieder Weigmann mit Katja Fischer, Landesgeschäftsführerin des DRK Sachsen-Anhalt und Vorstandsvorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt und Josefin Herbst (ehemalige FSJlerin) über ihr FSJ auf der kardiologischen Station des AMEOS Klinikums Haldensleben.









